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Emoflex > Was ist Emoflex ? | 2 Beiträge | 3935 Aufrufe |
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Emoflex ist ein neues Veränderungswerkzeug bei psychischen Blockaden und Störungen, das eine neue Sicht auf psychische Störungen und Ressourcen wirft. Auf der Grundlage der Synchronisation der Regulationsdynamik nach JFW Drischel wird eine Innensicht von sterotyp wiederkehrenden psychischen Blockaden genutzt, um schnell und dauerhaft spürbare Erfolge zu erzielen. Die technische Umsetzung dabei ist im Prinzip sehr einfach : Man stellt sich "Gefühlszustände" in Farben bzw. mehrdimensionalen Bildern vor, die dann über Augenbewegungen (ähnlich wie bei EMDR) bearbeitet bzw. verarbeitet werden. Das entscheidende an der Methodik ist jedoch, dass das zugrundeliegende Erklärungsmodell und das Vorgehen sich grundlegend von bisherigen therapeutischen Interventionen unterscheidet. Schnell wirkende Veränderungswerkzeuge bei Störungen der Regulationsdynamik in Krisen auf Grundlage der Synchronisation der Regulationsdynamik (SRD)
Zielgruppe :
Emoflex auf Grundlage der Synchronisation der Regulationsdynamik asynchroner Emotionen lässt sich einerseits zur Krisenintervention aber auch zum regelmässigen Üben für bessere Übersetzungen und (emotionalem Druckabbau) einsetzen. Grundsätzlich lässt sich dieses Veränderungswerkzeug auch hochspezifisch therapeutisch nutzen. Da es sich aber um eine in einer privaten Forschungsinitiative entwickelte Methodik handelt, fehlen derzeit klinische Studien. Bisher ist dieses Verfahren der medizinischen Fachwelt nicht bekannt und wird daher auch (noch) nicht akzeptiert. Da wir aber derart positive Rückmeldungen von Klienten bzw. auch Fachteilnehmern unserer Seminare erhalten, möchten wir das Konzept vorstellen und weitere Forschungsaktivitäten in diesem Bereich anregen.
Im Prinzip übertragen wir aber nur ein sehr allgemeines Verarbeitungsprinzip von Erfahrungen der Traumschlafphase (REM-Schlaf) auf die Bearbeitungsebene psychischer bzw. medizinischer Krisen. Daher sehen wir unsere Interventionsmöglichkeiten als neuropsychotherapeutischen Ansatz.
Im Gegensatz zur klassischen medizinischen bzw. psychiatrische / psychotherapeutischen Klassifikation und Untersuchung von Erkrankungen verwenden wir aber eine Perspektive aus der Sicht der Patientinnen bzw. aus "der Störung heraus". Unter Verwendung von regulationsdynamischen Sichtweisen ergeben sich in der bereits von Grawe geforderten Neuropsychotherapie dabei überraschend einfache und plausible Veränderungsmöglichkeiten für Problematiken, die bisher kaum oder zumindest nur sehr schwierig einer therapeutischen Bearbeitung zugänglich waren.
Patientinnen mit emotionalen Regulationsstörungen bzw. traumatischen und dissoziativen Störungen erleben nach unserer Erfahrung erstmals eine funktionale Kontrollmöglichkeit im Umgang mit für sie aversive Emotionen bzw. Spannungszuständen bzw. anderen neurobiologischen Störungen der Regulationsdynamik.Dies bezieht sich (nicht nur) auf selbstverletzendes Verhalten oder dissoziativen Erregungszuständen, Beginn von Zwangsgedanken -und Handlungen, essgestörtem Verhalten, Grübelneigung, aber beispielsweise auch auf den Beginn eines Migräneanfalls (möglichst früh bei der sog. "Aura").
Gleichzeitig möchten wir aber therapeutisch tätigen Personen, eine Hilfsmöglichkeit bzw. Werkzeug zur Selbsterfahrung an die Hand geben, mit den durch die Konfrontation mit diesen Patienten ausgelösten emotionalen Turbulenzen so umgehen zu können, dass man handlungsfähig bleibt bzw. relativ entspannt nach Hause gehen kann bzw. in Partnerschaft und Familie nicht die emotionalen Turbulenzen durch zwischenmenschliche Konflikte mitträgt.
Ausgangshypothese :
Psychische Krisensituationen sind "Fehlübersetzungen" eines emotionalen "mehrdimensionalen Bildes" mit verschiedenen Assoziationsketten in eine Notfallhandlung. Die meisten (alle ?) in der klinischen Praxis vorkommenden "Erkrankungen" sind verfestigte Übersetzungsfehler, die aber zu komplexeren Handlungsmustern bzw. Wahrnehmungsstörungen führen.
Eine Essstörung ist also exemplarisch gesehen die "Fehlübersetzung" von komplexen Emotions- und Wahrnehmungsturbulenzen in ein falsches Körperbild bzw. Essverhalten. Eine Anorexiepatientin "glaubt" (natürlich unbewusst) auf der Ebene des Essverhaltens ihre emotionale Not kontrollieren zu können. Da aber die normale Regulation von Hunger und Sättigung bzw. eine realistische Selbstwahrnehmung zwischen "zu dick" und "zu dünn" nicht mehr reguliert werden kann, ist das "Essverhalten" rigide eingefroren bzw. blockiert. Das klappt zwar mehr oder weniger lange gut, dieses blockierte System aufrechtzuhalten, ist aber langfristig gesehen ein fataler (potentiell lebensgefährlicher) Irrtum. Meistens ergeben sich neben diesem Grundübersetzungsfehler weitere in der Folge auftretende Übersetzungsprobleme an. Ähnlich wie sich z.B. Übersetzungfehler in der Literatur (beispielsweise Teilen der Bibel) immer fortsetzen bzw. nicht in Frage gestellt werden ergeben sich daraus scheinbar in sich logische "Fehlschlüsse" bzw. neue Folgeübersetzungsfehler. Dies sehen wir in der klinischen Praxis als Zwänge, Ängste, Suchtmittelabusus in extremer Form, Binge-Eating-Attacken, Selbstverletzungen . Für Migränepatienten sind derartige "Bilder" in der Vorphase eines Migräneanfalls als sog. Aura sogar "sichtbar", die anschliessende Symptomatik scheinbar "nicht zu stoppen".
Neuropsychotherapie ist eine Vermittlung von besseren "Neuübersetzungen" bzw. das Erlernen eigene Gefühle tatsächlich konstruktiv zu übersetzen und sich situationsangemessen zu regulieren. Typischerweise lösen ja scheinbar geringfügige positive wie belastende Ereignisse bei Patientinnen entsprechende Regulationsprobleme aus. Mit der vorgestellten Interventionsmöglichkeit soll somit eine weitere Möglichkeit zur Stabilisierung und funktionaleren Selbstregulation aufgezeigt werden.
Wenn Klienten angeben, eine Situation, eine Person, ein Verhalten nicht "aushalten" zu können meinen sie ja eigentlich das komplexe Gefühlschaos, dass dieser Irritationsmoment bei ihnen auslöst. Scheinbar unbeeinflussbar beginnt dann im ungünstigen Fall ein gedankliches oder handlungsmässiges "Programm", das man sich wie fallende Dominosteine vorstellen kann. Wenn erst der Anstoss gegeben ist, können die anderen Steine in aller Regel nicht mehr aufgehalten werden. Häufig reichen dabei schon geringe (positive wie negative) emotionale Veränderungen aus, um diese Irritation zu erzeugen. Sie zu beenden ist dagegen in aller Regel nur mit sehr drastischen Maßnahmen oder aber emotionalen Hilfen (in den Arm nehmen etc.) möglich, die dann aber wieder aufgrund innerer aversiver Schemata nicht ausgehalten werden und zu neuen Spannungen führen können.
Regulationsdynamik und Asychrone Emotionen
Stellen wir uns vor, jeder von uns hätte wie die Knopfreihe eines Mantels die Schieberegler eines Mischpults vor dem Bauch. Jeder dieser Regler stünde für etwas, was viel oder wenig sein könnte. Aufmerksamkeit, Freude, Furcht, Herzschlag, Blutdruck, Schwitzen, Wach-sein, Schlafen, ....
Wärend man durch einen Raum ginge, würden alle! diese Regler mit der aktuellen Wahrnehmung elastisch mitregeln. Einige mehr, andere weniger. Aber keiner stünde ganz still.
Dieses Bild beschreibt das, was unter Regulationsdynamik verstanden wird:
Alle Funktionen des Menschen stehen in einem Regelkreis, besser: Regelnetzwerk, und regeln sich gegenseitig.
Dieses Regulationssystem steht aber natürlich nicht für sich allein, sondern wird sowohl durch eigene Lernerfahrungen (Vergangenheit) wie auch der Interaktion mit anderen Menschen ständig verändert bzw. potentiell "blockiert".
Zunächt einmal machen wir hin und wieder die Erfahrung, daß wir eine Situation erleben, in der unsere Gefühle einfach nicht zu unserer aktuellen Wahrnehmung passen wollen.
Das kann befremdend, ja sogar desorientierend wirken. Auf einen selbst, aber auch auf andere Menschen!
So kann es passieren, daß wir jemanden unseren Zorn spüren lassen, der ihn garnicht verdient hat. Es kann passieren, daß wir jemanden zuvorkommend behandeln, der uns ganz offensichtlich schlecht behandelt.
Wir nehmen deutlich wahr, daß da irgentwas nicht stimmt, aber wir fühlen deshalb nicht anders!
Wenn dies einmal passiert, ist man vielleicht ein wenig über sich selber erschrocken oder schamhaft berührt und wird in einer nächsten Gelegenheit dies klarstellen und sich vielleicht entschuldigen. Man "regelt" die Dinge halt wieder.
Anders "wenn es klemmt". Zumeist ist man in der emotional (positiv wie negativ) besetzten Situation nicht in der Lage eine Handlungsalternative auszuführen. Man "weiss" was man tun müsste, kann aber eben gerade nicht entgegen dem emotionalen Erleben handeln. Nur wenn etwas "besser als erwartet" bzw. "einen stärkeren emotionalen Reiz" darstellt oder aber durch Schlafen eine Änderung des emotionalen Erlebens erfolgt , wird dieses Regulationssystem vorrübergehend wieder gängig gemacht.
Ähnlich wie in der Traumatherapie z.B. selbstverletzendes Verhalten als dysfunktionale Selbstmedikation angesehen wird, sehen wir Krisen als Ausdruck einer emotionalen "Übersprungshandlung", die durch Trigger bzw. emotionale innere Bilder ausgelöst werden kann. Die Gefühle werden asynchron zum realen Erleben der Welt. Innere Wahrnehmung und äußere Sicht fallen auseinander bzw. müssen mit viel Kraft pseudo-stabil gehalten werden.
Es geht dabei darum den Schalter zu finden, der ausgelöst durch einen Trigger das Notfallprogramm in Gang setzt. Dieser Schalter wird bei den meisten unserer Patienten aber dissoziativ geschützt (oder Ausdruck einer biologisch vorgebenen Überempfindlichkeit wie bei ADHS oder z.B. Migräne), ist also nicht Lernerfahrungen bzw. dem eigenen Bewusstsein zugänglich. Patienten kennen aber diese "Switch-Situationen" selber in aller Regel gut. Es ist so ein ähnliches Gefühl, wie wenn man kurzzeitig den Boden unter den Füssen verlieren würde. Oder aber eine innere Nervosität und Desorientierung bzw. Diffusion wie Nebel kurzzeitig da ist. Manchmal steht ihnnen die Tränen in den Augen und sie gehen darüber hinweg. Einige Patientinnen berichten auch von kurzzeitigem Schwindel, Blitzen in den Augen (oder eine Art Virus oder andere abstrakte Figur), die sich in ihr Blickfeld schiebt. Wenn es einem die Patienten gestatten, erlauben sie uns einen Einblick in ihre "Kopfkino". Das sind dann z.T. sehr wirre abstrakte Bilder, häufiger auch in Form von Blitzen oder Raketen. Nicht selten aber auch sehr merkwürdige Beschreibungen von Viren, Monstern, Schlangen etc...
Wenn sie diesen Schalter nicht durch Vermeidungsverhalten bzw. extreme kognitive Kontrolle umgehen können, gehen Zwänge, Essattacken oder aber Selbstverletzungen los und können selber erst dann gestoppt werden, wenn das Notfallprogramm abgearbeitet ist. Nicht selten ist die Scham oder aber andere emotionale Reaktionen der Umgebung (Vorwürfe, Angst das Verhalten zu verbergen etc) schon wieder Auslöser für die nächste emotionale Irritation (Diffusision im Gehirn), die dann nur noch mit einem neuen Notfallprogramm gestoppt werden kann....
Wir gehen davon aus, dass analog zu Vorstellungen in der Traumatherapie derartige "Programme" bzw. die Schalter nicht Lernerfahrungen zugänglich sind. Herkömmliche psychotherapeutische Bemühungen oder Analysen, Interpretationen, Schuldzuweisungen oder Motivationsversuche werden vielleicht die kognitive Einsicht erhöhen und Verhaltensalternativen aufzeigen können bzw. Fertigkeiten (z.B. beim Abgrenzen) aufbauen helfen. Eine wirkliche dauerhafte Veränderung ist aber nur dann möglich, wenn diese Programme bzw. Auslöser durch "Freiwinken" aus der "Schutzhülle" befreit sind. Dies bezeichnen wir im folgenden Analog zu Bezeichnungen der Traumatherapie als "Blase". Wir gehen davon aus, dass quasi alle Wahrnehmungen, Empfindungen, Körperreaktionen und auch komplexe Verhaltensmuster oder Persönlichkeitskonzepte der Blasenlogik unterliegen können.
Diese Situation kann man - mit ein wenig computertechnischem Wissen - auch auf eine für viele Patienten gut verständliche "Übersetzung" in einen Computervergleich transferieren, um es sich klar zu machen. Wichtig ist dabei, einen regulationsydynamischen Erklärungsansatz zu verstehen. Das Problem der Patientinnen ist, dass sich innere Regler durch Trigger oder andere Einflüsse verstellt und "blockiert" haben. Sie können das selber nicht entklemmen, sondern müssen durch Änderung der emotionalen Umgebung bzw. Aktionismus und Bewegungsdrang bzw. andere mehr oder weniger bewährte "Notfallprogramme" wie Selbstverletzungen (oder auch schlicht Schlaf) versuchen, ihr System wieder "funktionstüchig" zu machen. Das ist ähnlich wie bei Wasserhähnen, die klemmen. Da verbrüht man schon mal leicht die Hände, wenn die Regulation der Temperatur nicht durchgängig einstellbar ist. Ein Wasserhahn, der nur die beiden Extremeinstellungen "eiskalt" und "kochendheiss" hätte, wäre sehr schwer auszuhalten. Es ist doch zu verständlich, dass diese Klientin dieses klemmende Wassersystem nicht traut bzw. eher versucht, an anderer Stelle manipulativ an "Wasser zu kommen" bzw das System zu ändern oder auszusteigen als sich immer wieder die Verbrennungen oder Erfrierungen antun zu müssen. Sie wird nicht glauben können, dass Wasserhähne auch regelbar funktionieren können.
Stellen wir uns - natürlich weiter stark vereinfachend - vor, das menschliche Gehirn (aber auch alle anderen dynamisch regelbaren Körpervorgänge), seien ein Computer. Wir wenden für die Beschreibung nicht die äußere Sichtweise auf den Computer an, sondern interessieren uns für sein Innenleben bzw Innensicht der Regulationsabläufe.
Wenn das Gehirn ein Computer wäre, der am Internet angeschlossen ist, dann muss sich dieses hochsensible System einerseits durch eine Firewall gegen Angriffe von aussen schützen (das nennt man herkömmlicher Weise bei schweren Ereignissen Traumata). Aber auch vor Systemabstürzen im Inneren (das könnten auch importierte Viren oder Trojaner) sein. Bei ADHSlern beispielsweise ist im einfachen Fall der Computer wie ein Bildschirmschoner. Bei Interesse, Neuigkeiten, Herausforderungen etc. ist alles o.K. und "besser als erwartet" bei tollen Sachen. Sonst ist es eher dunkel. Dann sind aber zu viele Fenster gleichzeitig auf. Eher negative Sachen, die Liegenbleiben. Weil man abends nicht abschalten kann, funktioniert der Aufräummechanismus (= Defragmentieren von Mülldateien) nicht. Der Rechner wird immer langsamer und stürzt häufiger ab. Wenn man ihn dann ausstellt, läuft er beim Anfahren im abgesicherten Modus. Das gleiche passiert, wenn man nicht mehr in den Traumschlaf kommt (sei es wegen Computerspielsucht, Schlafmangel und Einschlafstörungen oder anderen Gründen) oder aber wenn ich aus Angst vor Alpträumen nicht mehr Schlaf finde (jedenfalls keinen Tiefschlaf mehr). Ich werde gerädert sein. Da haben dann Viren bzw. automatisch ablaufende Programme auch eine grössere Chance Unheil anzustellen. Wenn ich erstmal müde bzw. schlecht drauf sind, werden die Systemabstürze letztlich wie die externen Angriffe auf das Betriebssystem verarbeitet und können selber zu Triggern werden. Ein Trigger ist quasi der Schalter, der die falschen Programme aktiviert. Hilfe zur Selbsthilfe bei Krisen
Herkömmliche Kriseninterventionsmethoden setzen auf der Handlungsebene an bzw. wollen eine kognitive Assoziationsspaltung von Gedanken und Handlungsimpuls im Vorfeld vor dem erlebten "Kontrollverlust" bzw. Impulshandlungen erreichen. Das gelingt, wenn man auslösende Bedingungen gut kennt (Vorfeldbedingungen) bzw. im Vollbesitz seiner kognitiven Steuerungsfähigkeit wäre und die Emotionen sychron zum Erleben der Situation wären. Man müsste also eine gute Verhaltensanalyse für jede neue Situation machen, die jeweils Gedanken, Gefühle, körperliche Reaktionen und Verhaltensimpulse mit einbezieht. Dann müsste man entgegen der negativen Gefühle handeln (können). Diese Grundbedingungen sind aber längst nicht immer als gegeben vorauszusetzen. Und selbst unter optimalen Bedingungen ist dies noch nicht zwingend mit einer positiven Änderung verbunden, da es nicht gelingt die emotionalen Empfindungen zu verändern bzw. zu stabilisieren. Asynchrone Emotionszustände kann man aber eben gerade nicht durch kognitive Strategien oder Handlungen löschen, allenfalls kurzzeitig in andere Emotionszustände überführen.
Stabilisierungsverfahren mit Hilfe von Immaginationsverfahren (z.B. "innerer Garten" oder "sicherer Ort" bzw. "Tresorübung") stellen sehr wohl kurzzeitig eine Entlastung dar. Eine "Verarbeitung" ist aber in aller Regel erst unter Kombination mit den Augenbewegungen möglich. Die herkömmliche EMDR-Traumatherapie (die ja definitionsgemäss auf traumatische Störungen begrenzt ist) ist jedoch im Vorgehen und zeitlichem Umfang nicht mit der Synchronisation der Regulationsdynamik zu vergleichen (siehe in der Diskussion).
Patientinnen aus unserem ADHS-Bereich (bzw. auch mit Essstörungen) haben z.T. eine hervorragende Innensicht auf ihre Problematik, insbesondere wenn unter einer vorrübergehenden Stimulantientherapie eine Stabilisierung der Gefühlswahrnehmung bzw. -regulation und bessere Selbstwahrnehmung ermöglicht wird. Eine Patientin beschreibt diese Kettenreaktion als "Inhaltsverzeichnis" ihrer Gefühle / Gefühlsbilder. Deutlich wird dabei, dass die Abgrenzung der "Irritation" von den Grundsymptomen der ADHS-Regulationsproblematik schwierig ist bzw. vermutlich falsche Zuordnungen erfolgen. (Dieses Inhaltsverzeichnis ist für die eigentliche Stabilisierungsarbeit nicht erforderlich, bzw. kann gerade von den Patientinnen in aller Regel solange nicht erstellt werden, wie sie immer wieder emotional labilisiert werden). Dennoch ist es zur Veranschaulichung der sich auf verschiedenen Ebenen immer wieder anstossenden Abläufe hilfreich. Die Patientinnen erleben dies als miteinander verbundene Assoziationsnetze, die wir in der Therapie am ehesten als vernetzte mehrdimensionale Bilder verstehen können.
Zielsetzung der Emoflex-Methode ist es, diese mehrdimensionalen Bilder ("Gefühlsbilder" bzw. Assoziationsnetze) einer Bearbeitung zugänglich zu machen.
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15.07.2008 10:58 von web4health ( 21 Beiträge )
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Mein Name ist Johannes Drischel. Ich bin Arbeitserzieher und seit mehr als 10 Jahren im Nebenberuf Konzeptentwickler. Ich freue mich, hier in diesem Rahmen meine Arbeitsweise, wie sie sich heute darstellt, der Diskussion stellen zu dürfen. Schreiben Sie hier ins Forum, oder wenden Sie sich unter drischel.coaching@googlemail.com direkt an mich. Johannes Drischel |
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18.08.2008 23:37 von emoflex ( 4 Beiträge )
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